Thomas Schlorke
Das Erklären des eigenen Antriebs ist nicht ganz einfach, wenn man von sich behauptet, größtenteils intuitiv zu arbeiten. Ich bewege mich oft in den sich ergebenden Motiven, tauche ein und gebe meinem Sehen dann Gestalt. Der besondere Moment geschieht in jeder Sekunde, die Perspektiven ergeben sich aus schnellen Entscheidungen. Der Kern meiner Fotografie ist die respektvolle Abbildung der Lebens- und Schaffenswirklichkeit von Menschen im hier und jetzt und vor allem überall. Die eigene Bildsprache unterliegt dabei einem ständigen Lernprozess.
Ich bin in Dresden als Gestalter seit Jahren in der Medienbranche zuhause – Fotografie, Grafik, Konzept. Die Fotografie zum Beruf zu machen, war nur logische Konsequenz in einem Netzwerk aus kreativen Partnern, Machern, Enthusiasten. Eventreportagen, Werbefotografie und fotografische Dokumentation sind dabei Standbeine auf vielen weiteren fotografischen Spielwiesen von Berlin bis Dresden und manchmal auch weit darüber hinaus.
Kommen wir zu Inspirationsquellen und prägenden Persönlichkeiten… Die Koryphäen der Streetfotografie selbstredend – Bresson und Meyerowitz, um zwei von vielen zu nennen. Robert Capa und besonders James Nachtwey aus dem Bereich der Reportage. Die aktuellste Entdeckung dieser Zunft ist wohl Vivian Meier.
Zu guter Letzt ein unerfüllbarer Wunsch: Ich möchte nicht selten die Gabe der Unsichtbarkeit besitzen, mit Augen im Hinterkopf, um Situationen sichbar zu machen, welche sonst verborgen blieben.
Wird man erkannt, funktioniert ein Lächeln und Nicken als Zeichen der Aufmerksamkeit, verschenkt an Menschen, die unbeobachtet einem Bild Gesicht verleihen.
